NRW.ProjektSoziales GmbH - Planen.Entwickel.Chancen schaffen.

Passgenaue Qualifizierungsangebote

Die Qualifizierung im Bereich einer integrierten, strategischen Sozialplanung richtet sich an unterschiedliche Gruppen von Akteuren:

  • Kommunale Führungskräfte, ggfs. Fachpolitiker und andere Stakeholder (freie Träger, zentrale Verbände und Institutionen)
  • Leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Sozialdezernaten, vor allem dort, wo es noch keine institutionelle Sozialplanung gibt sowie
  • Kommunale Sozialplanerinnen und Sozialplaner sowie sonstige Fachkräfte.

Sie nimmt unter anderem die Themen Sozialberichterstattung inklusive Datenakquise sowie die unterschiedlichen fachlichen und organisatorischen Möglichkeiten zur Implementierung einer integrierten, strategischen Sozialplanung in den Blick. Für jede der drei Gruppen werden spezielle Module entwickelt, die sich am konkreten Aufgabenbereich der Personen und den jeweiligen fachlichen Vorerfahrungen orientieren. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungsprofile.

Das Qualifizierungsangebot der FSA wird ständig weiterentwickelt und an die Bedarfe angepasst.

Kommunale Führungskräfte und ggf. auch Fachpolitiker entscheiden vor Ort über die Verteilung finanzieller und personeller Ressourcen. Insofern treffen sie Steuerungsentscheidungen. Die Qualifizierungsinhalte konzentrieren sich daher auf eher abstraktere, strategische Fragen und auf den Nutzen und den Mehrwert bzw. die Rendite einer strategischen Sozialplanung. Ausgehend hier von erfolgt aber immer der Brückenschlag zu konkreten Beispielen und Handlungsmöglichkeiten. Damit wird ein Praxisbezug hergestellt und verdeutlicht, dass strategische Sozialplanung kein theoretisches Konstrukt ist. Auch sind an dieser Stelle Themen, wie die Verknüpfung von Sozial- und Finanzplanung, die wirkungsorientierte Steuerung von Sozialleistungen, der Grundsatz Prävention statt Nachsorge, ganzheitliche Stadtentwicklungsansätze sowie ein grober Überblick über mögliche Förderzugänge unverzichtbar.

Bei leitenden Mitarbeiter/innen aus dem Sozialbereich können fachliche Kenntnisse, wie etwa gesetzliche Grundlagen, Fallzahlentwicklungen und Kosten von Transfer- und freiwilligen Leistungen vorausgesetzt werden. Hier liegt der Schwerpunkt der Qualifizierung bei den unterschiedlichen Schritten einer integrierten, strategischen Sozialplanung. Hierzu zählen zunächst die Grundsätze einer kleinräumigen Sozialberichterstattung als lokales Analyseinstrument. Dabei geht es u. a. um ein mögliches Kennzahlsetting, individuell orientiert an den jeweiligen statistischen Möglichkeiten der Kommune, oder den regionalen Zuschnitt von Sozialräumen. Im zweiten Qualifizierungsschritt stehen methodische Fragen zur kleinräumigen Erhebung von Angeboten und Bedarfen auf dem Programm. Schritt drei beschäftigt sich mit beteiligungsorientierten Möglichkeiten der Weiterentwicklung von benachteiligten Quartieren. Und Schritt vier skizziert Möglichkeiten der konkreten Projektentwicklung inklusive möglicher Förderkulissen.

Die Qualifizierung von bereits tätigen Sozialplaner/innen setzt bereits vertieftes Methodenwissen und Berufserfahrung voraus. Hier geht es eher darum, eine Vor-Ort-Bestandsaufnahme vorzunehmen und bestehende Ansätze gemeinsam weiterzuentwickeln. Dabei können durchaus Formen einer kollegialen Beratung angewandt werden, die dem Sozialplaner „mit dem Blick von außen“ noch einmal neue Perspektiven für seine Arbeit eröffnen. Von den MitarbeiterInnen der FSA wird hier erwartet, dass sie gerade die integrierten Arbeitsansätze vorantreiben und versuchen, die Versäulung der einzelnen Fachplanungen vor Ort aufzulösen. Dabei spielt die Vermittlung von guter Praxis aus anderen Kommunen genauso eine wichtige Rolle, wie die Möglichkeit zum fachlichen Austausch mit den KollegInnen anderer Kommune und die Schaffung von entsprechenden fachlichen Netzwerken und internetgestützten Austauschplattformen. Beim Schritt der Umsetzung von Planungen in konkrete Projekte muss die Beratung wesentlich konkreter sein, als bei den beiden vorher beschriebenen Gruppen. Dies gilt sowohl für die Entwicklung konkreter Projekte wie auch für deren mögliche Finanzierung. Die Qualifizierung schließt darüber hinaus auch die Erstellung von Integrierten Handlungskonzepte ein.

FSA

 

Wissenstransfer – Von Praktikern für Praktiker

Neben der Qualifizierung gehört der horizontale und vertikale Transfer rund um die Themen „strategische Sozialplanung" und „kleinräumige Armutsbekämpfung" zu den Angeboten der FSA. Hierzu zählen die Verbreitung von guter Praxis, die Vermittlung kompetenter Ansprechpartner/innen, die landesweite Einbindung von Stakeholdern sowie ein aktives Netzwerkmanagement. Daneben werden themenspezifische Fachveranstaltungen angeboten. Die Grenzen zwischen den Bereichen Qualifizierung und Transfer sind an vielen Stellen fließend. In der konkreten Beratungspraxis vor Ort, aber auch in zahlreichen Abstimmungs- und Fachgesprächen mit Ministerien, Trägern und anderen Fachinstitutionen werden Angebotslücken und allgemeine Unterstützungs-bedarfe deutlich. Materialien, die für den Bereich der Qualifizierung von der FSA erstellt werden, werden daher auch im Transfer einem breiteren, interessierten Fachpublikum zur Verfügung gestellt. Dabei spielt das Internet eine zentrale Rolle. Daneben gibt es diverse Printmedien, Fachveranstaltungen und Workshops.

FSA

 

Gute Praxisbeispiele zu IHKs

Die Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung in benachteiligten Quartieren ist ein Schwerpunkt sowohl in der Landespolitik als auch in der aktuellen Förderphase der Europäischen Sozialfonds bis 2020. Die Landesregierung hat dafür im Aufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“ Fördermittel u.a. aus EU-Strukturfonds EFRE, ESF und ELER gebündelt, um gezielt Projekte und Maßnahmen zur (vorbeugenden) Armutsbekämpfung im Quartier zu fördern.

Städte und Gemeinden, die benachteiligte Quartiere aufwerten, kommunale Präventionsketten aufbauen und die Armutsbekämpfung stärken wollen, können sich an dem Projektaufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“ beteiligen. Voraussetzung dafür ist ein Integriertes Handlungskonzept (IHK), das die Gesamtstrategie der Kommune deutlich macht.

Was unter einem IHK genau zu verstehen ist, wird oft unterschiedlich ausgelegt. Mit dem FSA-Infogramm Nr. 04 „Integrierte Handlungskonzepte -Einige Aspekte“ wird dargestellt, was aus Sicht der FSA die besonderen Aspekte eines IHK sein können.

Nachfolgend zudem einige gute Praxisbeispiele für ein IHK:

Fläche (km²):88,56
Einwohner:58.724
Einwohner je km²:663,1
Kreis/kreisfrei:Kreis Unna
Bezeichnung IHK:IHK Unna Königsborn Süd-Ost
Download: Hier klicken
Quartier:Unna Königsborn Süd-Ost
Kontakt:Stadt Unna
Till Knoche
Jugendhilfe und Sozialplanung
Fon: 02303/103 518
Email: till.knoche@stadt-unna.de
Ergänzende Informationen: www.unna.de
Fläche (km²):145,66
Einwohner:361.876
Einwohner je km²:2.484,3
Kreis/kreisfrei:Kreisfreie Stadt Bochum
Bezeichnung IHK:„Gesundes Wattenscheid-Familienfreundlich und generationengerecht“
Download: Langversion
Kurzversion/Broschüre
Quartier:Bochum-Wattenscheid
Kontakt:Stadt Bochum
Dr.-Ing. Nils Leber
Stadtplanungs- und Bauordnungsamt
Rahmenplanung und Stadterneuerung
Fon: 0234/910-2328
Email: NLeber@bochum.de
Ergänzende Informationen: www.bochum.de
Fläche (km²):226,43
Einwohner:176.580
Einwohner je km²:779,9
Kreis/kreisfrei:Kreisfrei
Bezeichnung IHK:„Heimat bleiben – Heimat werden“
Integriertes Handlungskonzept Hamm Weststadt
Download: Gebietsabgrenzung Hamm Weststadt
Handlungskonzept Weststadt
Quartier:Hamm Weststadt
Kontakt:Stadt Hamm
Barbara Conrad
Stadtplanungsamt
Fon: 02381/17 4168
Email: barbara.conrad@stadt.hamm.de

Claudia Hörnschemeyer
Amt für Soziale Integration
Fon: 02381/17 6740
Email: hoernschemeyerc@stadt.hamm.de
Ergänzende Informationen: www.hamm.de
Fläche (km²):171,20
Einwohner:75.439
Einwohner je km²:440,6
Kreis/kreisfrei:Kreis Recklinghausen
Bezeichnung IHK:WIR MACHEN MITte - Dorsten 2020
Das integrierte Innenstadtkonzept
Download: Antragsunterlagen
Zusatzpapier Wir machen MITte Dorsten 2020
IHK Stadt Dorsten Wir machen MITte Dorsten 2020
Konzept Sozialplanung
Quartier:Dorsten-Mitte
Kontakt:Stadt Dorsten
Claudia Brüggemann
Fon: 02362 / 66 4552
Email: claudia.brueggemann@dorsten.de
Ergänzende Informationen: www.dorsten.de
Fläche (km²):104,94
Einwohner:257.651
Einwohner je km²:2455,1
Kreis/kreisfrei:Kreisfrei
Bezeichnung IHK:Interkommunales Integriertes Handlungskonzept – IIHK
für Gelsenkirchen-Hassel und Herten-Westerholt/Bertlich:
Zwei Städte – ein Ziel
Download: Interkommunales Integriertes Handlungskonzept – IHK
Quartier:Gelsenkirchen-Hassel
Kontakt:Stadt Gelsenkirchen
Referat Stadtplanung
Doris Kranich
Fon: 0209 / 169-4318
Email: doris.kranich@gelsenkirchen.de
Ergänzende Informationen: www.gelsenkirchen.de
Fläche (km²):37,33
Einwohner:61.163
Einwohner je km²:1.638,4
Kreis/kreisfrei:Kreis Recklinghausen
Bezeichnung IHK:IHK Herten Neustart Innenstadt
Download: IHK Innenstadt
IHK Innenstadt Ergänzung
Quartier:Herten Innenstadt
Kontakt:Stadt Herten
Svenja Hövelmann
FB 2 Planen, Bauen, Umwelt
Fon: 02366/303 341
Email: s.hoevelmann@herten.de
Ergänzende Informationen: www.herten.de