Gegenwärtig existiert keine allgemeingültige Definition des Begriffes „Sozialraum“. Die Bezugsgröße hängt i. d. R. von der Definition innerhalb der Kommune ab. Grundsätzlich stellt der Begriff eine Verbindung zwischen dem physikalischen Raum und sozialen Gegebenheiten her. Ein Sozialraum wird durch die Menschen, die dort leben und sich dort bewegen, geprägt und ist gleichzeitig eine kleinräumige Planungs- und Steuerungsgröße für die Kommune. Diese beiden Perspektiven sind ausschlaggebend für das Verständnis sowie für die Definition und Abgrenzung von Sozialräumen in der kommunalen Praxis. Weitere Informationen hierzu sind dem FSA-Infogramm „Der Sozialraum als Bezugsgröße – Definition und Konstruktion“ zu entnehmen.[Link] Unter Quartier versteht man einen begrenzten Lebensraum innerhalb der Stadt, der nicht nur in der Größe mit einer Art Dorf vergleichbar ist. Traditionell gilt das Quartier als ein sozialer Raum mit überdurchschnittlich hoher Interaktionsdichte informeller Aktivitäten (Familie-, Nachbarschafts- und Vereinsleben) und Zusammengehörigkeitsgefühl. Städtebaulich betrachtet kann außerdem ein bestimmter Siedlungstyp mit bestimmten Wohnformen und öffentlichen Räumen sowie einer eigenen Versorgungsstruktur unterstellt werden, bei dem die baulich räumlichen Verhältnisse zum Entstehen bestimmter Formen der Alltagskultur beitragen.