Beratung, Qualifizierung und Transfer – das kostenlose Angebot der FSA

Die Armut in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat viele unterschiedliche Gesichter. Manche von ihnen sieht man, wie zum Beispiel die Mitbürger, die in den Innenstädten und an den Bahnhöfen die Mülleimer nach leeren Pfandflaschen durchsuchen. Andere sieht man nicht, wie zum Beispiel Rentnerinnen und Rentner oder Langzeitarbeitslose, die aufgrund ihres geringen Einkommens nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben können oder Schülerinnen und Schüler, die aus finanziellen Gründen bei den Klassenfahrten fehlen.

Nordrhein-Westfalen ist reich an armen Menschen. Um sie zu erreichen und Ihnen womöglich auf dem Weg zurück in die Mitte der Gesellschaft helfen zu können, braucht es genauere Informationen über die Art ihrer Hilfebedürftigkeit und ihrer Bedarfe. Erst aus diesen Erkenntnissen heraus können passgenaue Maßnahmen entwickelt werden, die nachhaltig bei den betroffenen Menschen ankommen.

Nordrhein-Westfalen ist allerdings mindestens genauso reich an armutsbedrohten Menschen. Die beste Hilfe für diesen Teil der Bevölkerung – und im Übrigen auch die kostengünstigste für den Staat – ist es, die Transferleistungsfälle gar nicht erst entstehen zu lassen. Daher wird Prävention in unserem Bundesland groß geschrieben.

Die Armutsmedaille hat demnach zwei Seiten: Eine datengestützte Lebenslagenanalyse als Basis für eine passgenaue Maßnahmenplanung und die Umkehr von einer rein reaktiven hin zu einer aktiven, präventiven Sozialpolitik, die ungleiche Lebensverhältnisse auch ungleich behandelt. Diese beiden Seiten prägen die Arbeit der Fachstelle für sozialraumorientierte Armutsbekämpfung, kurz FSA. 2015 gegründet ist sie eine Abteilung der NRW.ProjektSoziales GmbH, einer einhundertprozentigen Tochter des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) mit Sitz in Gelsenkirchen.

Die FSA berät mehr als 90 Städte und Kreise in Fragen rund um das Thema der strategischen Sozialplanung. Diese Beratung ist für die Kommunen – und übrigens auch für freie Träger – kostenlos, da das Angebot aus Mitteln der Europäischen Sozialfonds und des Landes NRW gefördert wird. Wir verstehen uns als Dienstleister, der sich an den spezifischen Voraussetzungen, Zielen und Interessen der Anfragenden orientiert. Dabei ist Planung für uns nie ein Selbstzweck. Vielmehr sollte sie zielgerichtet sein und konkrete Ergebnisse bringen.

 

Ein wesentlicher Baustein unserer Arbeit ist die Beratung vor Ort. Also rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir kommen gerne zu Ihnen und machen uns mit den örtlichen Gegebenheiten, den handelnden Personen und Ihren Zielen und Wünschen vertraut.

 

 

„Zusammenkommen ist ein Beginn,

zusammenbleiben ein Fortschritt,

zusammenarbeiten ein Erfolg“

(Henry Ford)

Draufsicht auf einen Tisch an dem Leute etwas planen.